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Stolz, stotzig, standhaft: Knacknuss Tödi |
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Legendenumrankt thront der König des Glarnerlands über den grünen Talfluchten zwischen Linthal und der Surselva. Wer schon einmal dort war, weiss um das besondere Glück, diesen Gipfel im ersten Anlauf bestiegen zu haben.
Die einfachste Route zum Tödi führt mit einer Übernachtung in der Fridolinshütte über den Bifertenfirn, mit zwei Kletterpassagen dazwischen, zum begehrten Gipfelziel. Die insgesamt lange Tour erfordert eine gute Kondition und Klettererfahrung im alpinen Gelände.
Mit der Alpinschule Berg+Tal besteigen Sie den Tödi in zwei Tagen auch unter der Woche oder im Rahmen der fünftägigen Grundausbildung Bergsteigen im Sommer. Im Winter wird der Tödi als technisch mittelschwierige Skitour begangen.
Im folgenden Gespräch erzählen vier junge Bergsteiger und Bergsteigerinnen, welche besondere Beziehung sie zum Tödi haben. Eine kurzweilige Lektüre sowie immer wieder kühlende Bergmomente wünscht Ihnen |
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Vom Grundkurs zur starken Seilschaft |
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Vertrauen, Freundschaft und gemeinsame Erfahrungen führten Olivia, Corinne, Tim und Marco im dritten Anlauf auf den Tödi. |
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Im Juli 2025 war unser Redaktor und Bergführer Jürg mit einer Seilschaft von Berg+Tal am Tödi unterwegs. Die Wetterprognosen für das betreffende Wochenende waren durchzogen und sagten für Sonntag ab etwa 11 Uhr Gewitter voraus. So trafen sich am Samstagabend neben einer holländischen Wandergruppe nur eine weitere Viererseilschaft zum Abendessen in der Fridolinshütte.
Wie die Tour am folgenden Tag verlief und welche Geschichte sich hinter den vier jungen Bergsteigerinnen und Bergsteigern verbirgt, erfahren Sie im folgenden Interview. Eines möchten wir an dieser Stelle schon verraten: Die Verbindung der Viererseilschaft zu Berg+Tal berührte unseren schreibenden Bergführer Jürg sehr. |
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Olivia, Corinne, Tim und Marco, ich bedanke mich herzlich bei euch vieren, dass ihr euch Zeit für dieses Gespräch nehmt. Woher kennt ihr euch?
Tim: Gemeinsam mit Olivia und Marco haben wir im Sommer 2021 mit Berg+Tal den Grundkurs Bergsteigen Fels und Eis im Glarnerland besucht. Wir bildeten damals eine Seilschaft und verstanden uns sofort super. Marco: In meinem Freundeskreis befanden sich bis zu diesem Zeitpunkt keine Bergsteiger. Für mich ein Glücksfall, Olivia und Tim kennengelernt zu haben.
Corinne: Ich bin über Olivia zu dieser Seilschaft gestossen. Wir klettern seit längerem zusammen. Olivia: Den Tödi konnten wir damals wegen schlechtem Wetter nicht besteigen. Die Tour planten wir zu viert im Folgejahr mit dem Bergführer Luca und der Aspirantin Sonja, die uns während des Kurses begleitet hatten. Wir mussten wetterbedingt umplanen…
Wie habt ihr den dritten Anlauf auf den Tödi erlebt? Tim: Wir hatten uns im Vorfeld lange überlegt, auf die Tour zum Tödi zu verzichten, da wir schon zweimal umkehren mussten.
Olivia: Wir entschieden uns für die Tour, da wir dieses Wochenende für uns reserviert hatten. Bergsteigen bedeutet für uns auch, gemeinsam eine gute Zeit zu verbringen. |
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Die Wetterprognosen für den Sonntag waren unsicher. Auf die Mittagszeit war eine schwache Gewitterfront aus Westen vorausgesagt. Wie habt ihr dies damals eingeschätzt? Olivia: Während dem Aufstieg zur Hütte haben wir uns Gedanken dazu gemacht. Da wir den ersten Teil der Route schon kannten, wussten wir, dass wir jederzeit sicher umkehren konnten. |
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Tim: Bei der Wetterlage mit Westwind schätzten wir die Route bis in die Gipfelzone als wenig exponiert ein. Zudem wissen wir vier, was wir können, und steigen wieder ab, wenn die Verhältnisse am Berg für unsere Fähigkeiten zu anspruchsvoll sind.
Marco: Die Felspassagen der Route sind mit Fixseilen sehr gut abgesichert. Diese lassen sich auch bei Regen bewältigen. Ab und zu ein wenig verregnet werden gehört zum Bergsteigen dazu.
Welche Touren habt ihr seither zu viert unternommen?
Alle miteinander: Da sind inzwischen einige Touren zusammengekommen: Nadel- und Rimpfischorn, Balfrin, Krönten, Wetter- und Rosenhorn, Spannort, Kleine Windgälle, Gwächte- und Diechterhorn, Weissmies, Palü und – der Tödi im dritten Anlauf. Dies alles zwischen 2022 und 2025.
Chapeau, da seid ihr vier flott unterwegs! Aus meiner Erinnerung habe ich dich Olivia, als treibende Kraft der Seilschaft wahrgenommen. Du hast auch die Führung übernommen. Wie kam es dazu?Olivia: Da hast du wahrscheinlich meinen Drang am Sonntagmorgen wahrgenommen, die Fridolinshütte in Richtung Tödi zu verlassen. Wir sind als Seilschaft unterwegs.
Tim: Wir ergänzen uns sehr gut und sind als Team und persönlich mit unseren alpinistischen Fähigkeiten am Berg gewachsen. Wichtige Entscheidungen treffen wir gemeinsam. Marco: Die Tagesform entscheidet manchmal, wer die Führung der Seilschaft übernimmt. Jeder von uns hat seine individuellen Stärken. Corinne ist die beste Kletterin in unserer Seilschaft und übernimmt somit auch die Führung in felsigem Gelände.
Corinne: Wir hören aufeinander und gehen auf unsere gegenseitigen Argumente ein, eine Tour weiterzugehen oder umzudrehen. Damit sind wir bis jetzt sehr erfolgreich zusammen unterwegs.
Was mich und die Leserinnen und Leser der «Fernsicht» interessiert ist, welche Inhalte des Grundkurses Bergsteigen im Glarnerland euch die Sicherheit gaben, selbstständig Touren zu unternehmen?Tim: Die vermittelten Kursinhalte bildeten für mich ein gutes Fundament, um eigene Erfahrungen am Berg zu sammeln. Ein persönliches Abschlussgespräch mit dem Bergführer bestätigte meine Wahrnehmung.
Olivia: Wir drei verfügten schon über eine breite Bergwandererfahrung. Diese konnten wir mit den technischen und praktischen Kursinhalten gut verknüpfen. Marco: Mir gab auch das persönliche Feedback der Aspirantin die Sicherheit, innerhalb unserer Seilschaft selbständig Touren zu unternehmen. |
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Was könnt ihr unseren Leserinnen und Lesern raten, die ebenfalls selbstständig Hochtouren unternehmen möchten?
Tim: Einen Grundkurs, wie wir ihn besucht haben, erachte ich als idealen Einstieg zum Bergsteigen. Danach ist es wichtig, Erfahrungen auf einfachen Touren zu sammeln. Ob dies geführte oder selbstständige Unternehmungen sind, hängt auch mit der persönlichen Konstellation zusammen.
Olivia: Für Touren, die über der eigenen Komfortzone liegen, empfehle ich einen Bergführer. Ob individuell gebucht oder in der Gruppe muss jeder für sich entscheiden. Corinne: Wenn man selbständig unterwegs ist, ist es wichtig, Bedenken oder ein schlechtes Gefühl ernst zu nehmen und die Tour rechtzeitig abzubrechen.
Welche Touren habt ihr vier für den Sommer 2026 geplant?
Marco: Ende November planten wir unsere gemeinsamen Sommertouren. Wir sind auf das Wochenende angewiesen und wollten drei Hütten reservieren. Diese waren zu dem Zeitpunkt bereits ausgebucht. Nun schauen wir je nachdem, wie sich die Verhältnisse entwickeln, welche Touren wir unternehmen werden.
Jürg Haltmeier: Zum Abschluss möchte ich euch vieren herzlich für das Gespräch danken. Eure Geschichte zeigt eindrücklich, was Bergsteigen ausmacht: gemeinsame Erlebnisse, Vertrauen und Freundschaften, die weit über einen Kurs hinausreichen.
Dass ihr euch vor vier Jahren im Grundkurs von Berg+Tal kennengelernt habt und seither als selbstständige Seilschaft unterwegs seid, hat mich persönlich sehr berührt. Genau solche Geschichten motivieren mich auch nach 33 Jahren als Berg+Tal Gründer und Bergführer immer wieder aufs Neue, mich mit voller Überzeugung für die Firma und unsere Gäste einzusetzen. Ich wünsche euch viele weitere spannende Bergerlebnisse. |
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| Mit Berg+Tal auf den Tödi 3612m |
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Auf der 2-tägigen Hochtour oder innerhalb des Grundkurses Bergsteigen Tödi können Sie diesen stolzen Gipfel mit einem Bergführer erklimmen. |
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Grundkurs Bergsteigen Eis & Fels TödiSo macht das Lernen Spass: Wir verbinden Bergsteigerausbildung mit den lohnendsten Gipfeln im hochalpinen Glarnerland - Clariden 3267m, Gross Schärhorn 3296m (Bild) und Tödi 3612m - zu einer Ausbildungswoche der Extraklasse. Die Abschlusstour ist lang und erfordert eine sehr gute Kondition. |
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Hochtour Tödi Der König der Glarner Alpen lockt mit einem variantenreichen Aufstieg sowie einem gewaltigen Tief- und Rundblick. Wir besteigen diesen Paradegipfel über die lange, nicht so schwierige Normalroute ab der Fridolinshütte.
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| Termine & Buchung |
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