Mitte Juni öffnet die neue Mutthornhütte ihre Türen. Die Lage der alten Hütte war nicht mehr sicher: Sie stand auf einem Felssporn, der durch zunehmende Felsbewegungen und das Schmelzen des Permafrosts instabil geworden ist. Seit 2022 war die «alte» Hütte geschlossen.
Die neu gebaute Unterkunft steht für einen durchdachten Hüttenbau und einen autarken Betrieb mitten im Hochgebirge. Unser Fernsichtredaktor Jürg Haltmeier hat Hüttenwartin Stefanie und Hüttenchef Pascal zu den Details befragt.
Wer die Hütte vor Ort entdecken will, findet bei Berg+Tal passende Touren. Der Weg führt auf den aussichtsreichen Petersgrat oder auf ein mehrtägiges Gletschertrekking rund um die Jungfrau. Unterwegs übernachten Sie in der neuen Hütte und erleben die hochalpine Bergwelt aus nächster Nähe. |
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Bilder neue Mutthornhütte: Bild 1 Roger Hermann, Bild 2 & 3 ARC1706 |
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Die Vision einer autarken Unterkunft in den Bergen |
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Mit der Eröffnung der neuen Mutthornhütte am 14./15. Juni 2026 neigt sich ein spannendes und vorbildliches Bauprojekt dem Ende zu. |
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Hinter dem Bau steckt weit mehr als ein klassisches Hüttenprojekt: Die SAC Sektion Weissenstein hat eine Unterkunft realisiert, die weitgehend autark funktioniert und konsequent in natürlichen Kreisläufen denkt. Möglich wurde dies durch grosses Fachwissen und intensive Mitarbeit von Freiwilligen. Hüttenwartin Stefanie und Hüttenchef Pascal geben im Gespräch mit Fernsichtredaktor Jürg Haltmeier Einblick in ein Projekt, das den Hüttenbau im alpinen Raum prägen könnte. |
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Pascal, wie viele Stunden hast du als Hüttenchef in das Projekt der neuen Mutthornhütte investiert?
Pascal: Die letzten 2 Jahre und vor allem jetzt kurz vor der Eröffnung waren sicher intensiv. In effektiven Stunden schwer zu fassen. Dies neben meiner Arbeit als Betriebsleiter einer Holzbaufirma.
Mein Vorgänger Roger Hermann hat während des gesamten Prozesses sein grosses Know-how als Projektmanager in die Waagschale gelegt. Ohne sein grossartiges ehrenamtliches Engagement wäre dieses Hüttenprojekt nicht derart erfolgreich verlaufen. Ich schätze mal ein 40% Arbeitspensum über zwei Jahre, die er in das Neubauprojekt investiert hat.
Was waren die grössten Hindernisse auf dem Weg zur Eröffnung? Gab es Momente, in denen das Projekt gefährdet war?
Pascal: Der Neubau der Hütte wurde von der Sektion Weissenstein sehr intensiv geprüft. Die Diskussion ging auch darum, ob es diesen Hüttenstandort noch braucht. Dies unter anderem aus ökologischen und ökonomischen Überlegungen. Ein Neubau einer Hütte bedeutet einen grossen Aufwand an natürlichen und finanziellen Ressourcen.
Die zweite grosse Herausforderung war folglich, nach der Zustimmung der Sektionsmitglieder die finanziellen und ökologischen Vorgaben im geplanten Rahmen halten zu können: Den Bau bis spätestens 2027 abzuschliessen und das Budget von 4 Millionen Franken für das gesamte Projekt inklusive des Rückbaus der alten Hütte einzuhalten. Mit der Vision eines autarken Betriebs der Unterkunft hatten wir die Latte hoch angesetzt, die es zu «überspringen» galt. |
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Stefanie, du bist die neue Hüttenwartin. Wie fühlst du dich so kurz vor der Eröffnung der neuen Mutthornhütte?
Stefanie: Für mich ist es ein aussergewöhnlich schönes Gefühl, eine komplett neu gebaute Hütte in Betrieb nehmen zu dürfen. Nach so vielen Jahren Planung und Einsatz erfüllt es mich und mein Hüttenteam mit Stolz und Vorfreude. Wir sind bereit und freuen uns darauf, schon bald bergbegeisterte Gäste begrüssen zu können. |
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Was sind eure persönlichen Highlights, die ihr den zukünftigen Gästen der Mutthornhütte ans Herz legen könnt?
Pascal: Die autarke Energieversorgung mittels Sonnenenergie und die komfortabel organisierten Schlafräume sind ein Besuch wert. Dies in einer abgeschiedenen Welt, wie wir sie heute kaum kennen.
Stefanie: Zudem befindet sich ein wunderschöner Bergsee in unmittelbarer Nähe und es gibt neue Kletterrouten an festem Fels. Die Hütte ist eingebettet in eine traumhafte Umgebung. Die Gäste kommen in den Genuss der Magie einer sich durch den Gletscherrückgang dauernd verändernden Landschaft. |
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Begeisterung für die Berge geht auch durch den Magen. Womit wirst du deine zukünftigen Hüttengäste kulinarisch verwöhnen?
Stefanie: Ihren Durst können unsere Gäste nach dem langen Hüttenweg mit frisch zubereitetem Sirup in vielen Geschmacksrichtungen löschen. Mit oder ohne «Blöterli». Ebenso zuverlässig wirken die gebrauten Produkte von Rugenbräu in Interlaken. Immer frisch zubereitet werden verschiedene Fruchtwähen und Kuchensorten. Unser «Probiertbrett» mit Süssem und Salzigem garniert macht sich zu einem kühlen Weissen besonders gut. Die «Mutthörnli» nehmen verschieden interpretiert ebenfalls einen festen Platz in der Speisekarte ein. Wir werden uns möglichst regional versorgen und somit die lokale Wertschöpfung fördern.
In sechs Wochen wird die Hütte zur Sommersaison eröffnet. Was ist bis zu diesem Zeitpunkt noch zu tun?
Stefanie und Pascal: Wir sind daran, Transporte für Mobiliar und diverses Material zu koordinieren. Da kommt einiges zusammen und wir sind dankbar, von der Schweizer Armee mit Helikopterflügen unterstützt zu werden. Alles in allem müssen noch 10 bis 15 Tonnen Material zur Hütte gebracht werden. Nach der Eröffnung können die Gäste jederzeit in der Hütte nachfragen, ob sie fehlende Zutaten für die Küche mitbringen können. Darüber wird sich das Hüttenteam sehr freuen. |
Wasser für WasserEin Projekt, das SAC-Hütten beim Umstieg von Flaschenwasser auf vor Ort aufbereitetes Bergwasser unterstützt. Abfall und CO2-Emissionen werden erheblich reduziert.
Die Mutthornhütte beteiligt sich an diesem Projekt. Stilles als auch kohlensäurehaltiges Wasser wird direkt vor Ort aufbereitet - ganz ohne Zukauf und lange Transportwege. Das spart Lagerfläche, schont die Umwelt und ermöglicht eine fairere Kalkulation. Ein Viertel des Umsatzes aus dem Wasserverkauf fliesst zurück an den SAC. Quelle: Webseite Mutthornhütte |
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 | Die erste Mutthornhütte
Im Jahr 1886 wurde die SAC Sektion «Weissenstein» gegründet. Der Wunsch nach einer eigenen Hütte war gross. Im Sommer 1896 wurde die erste Hütte am Fusse des Mutthorns eingeweiht. Der Bau kostete damals Fr. 5000.-. Zu dieser Zeit ein stattlicher Betrag und trotzdem wenig für eine Unterkunft mit 25 Schlafplätzen im Hochgebirge. Schon damals wurden viele Stunden freiwillige Arbeit geleistet. Bildqelle: Webseite Mutthornhütte |
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 | Vision der Mutthornhütte
Die neue, für einen autarken Betrieb realisierte Mutthornhütte versteht sich als Leuchtturmprojekt unter den Bauten im alpinen Raum. Die Vision ist eine Unterkunft, die in natürlichen Kreisläufen denkt und handelt: > Energie aus erneuerbaren Quellen > verantwortungsbewusstes Wassermanagement
> Lebensmittel aus der Region > Ressourcenschonung > Sensibilisierung Quelle: Webseite Mutthornhütte |
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Sie wollen die Mutthornhütte besuchen? |
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Auf einer Berg+Tal Tour mit Bergführer erreichen Sie diese hochalpin gelegene neue Hütte. |
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Hochtour Petersgrat 3194mDie Bergtour zum Petersgrat führt Sie weit ab von den markierten Wanderwegen in eine sehr abgelegene hochalpine Umgebung. Die Kulisse bilden mächtige Steilwände und weite Gletscherflächen. Die neu erbaute Mutthornhütte bietet uns den bescheidenen Komfort, den wir in der kargen Bergwelt zu schätzen wissen. |
| Termine & Buchung |
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Gletschertrekking rund um die JungfrauDas emsige Treiben auf dem Jungfraujoch lassen wir bald hinter uns und tauchen in die Hochgebirgswelt des UNESCO Weltnaturerbes Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn ein. Im Lötschental werden wir im Hotel komfortabel übernachten. Weiter trekken wir via Petersgrat nach Stechelberg in beeindruckendem Hochgebirgsambiente. |
| Termine & Buchung |
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Partnerbeitrag ALPINE OUTFITTERS |
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Der richtige Schuh für die Hochtour |
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Wer sich rund um die Mutthornhütte auf Gletscher- und Hochtouren bewegt, braucht zuverlässiges Material – besonders an den Füssen.
Der vielseitige Trango Alpine GTX ist ein Leichtbergschuh und bietet optimale Bewegungsfreiheit und Stabilität im Klettergelände. Auf langen, klassischen Bergtouren punktet er mit aussergewöhnlichem Tragekomfort. Die Kombination bewährter Materialien mit technischen Innovationen macht den Trango Alpine GTX perfekt für jedes alpine Abenteuer. Die wichtigsten Eigenschaften: Stabil, komfortabel, wasserdicht, atmungsaktiv, steigeisenkompatibel und präzise. |
| Los geht's! |
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Fernsicht
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Mit Bergführern unterwegs – in der Schweiz und weltweit
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